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Hochwasserübung

... wenn Deiche die Belastungsgrenzen erreichen.

Groß-Gerau, 23.10.2010: Das THW aus Pfungstadt übt mit Feuerwehren, DLRG und DRK den Hochwasserschutz im Landkreis Groß-Gerau.

Heftige Regenfälle hatten in den letzten Tagen die Wasserstände an Rhein und Main stark ansteigen lassen. Bisher konnte keine Entwarnung, da das Wasser weiter auf die Dämme drückt. Erste Dämme rutschten ab.

Zum Glück war dies nur das Übungsszenario einer großangelegten Übung „Hochwasserschutz im Hessischen Ried“. Die Übung wurde durch das Technische Hilfswerk (THW) in den letzten Monaten ausgearbeitet.  Der Aufbau und Betrieb von Bereitstellungsplätzen, das Befüllen von Sandsäcken, der Transport und die Verwendung dieser am Deich sollten hierbei geprobt werden.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und dichtem Nebel trafen sich die elf südhessischen Ortsverbände der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) aus dem Geschäftsführerbereich Darmstadt, die Freiwilligen Feuerwehren aus Gernsheim, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Raunheim und Groß-Gerau, die DLRG-Gruppen des Landkreises, der DRK-Betreuungszug, die IuK-Gruppe (Information und Kommunikation) und der Führungsstab des Kreises um in Crumstadt, Biebesheim, Nauheim und Ginsheim-Gustavsburg gemeinsam die an sie gestellten Aufgaben im Rahmen der Übung zu erfüllen.

So musste aus Sicherheitsgründen der Einsatzabschnitt in Gustavsburg ersatzlos gestrichen werden. Taucher sollten den Maindeich von der Wasserseite aus untersuchen und dort unter Wasser eine Folie auf dem Deich mit Sandsäcken sichern. Wegen der Berufsschifffahrt und des dichten Nebels konnten die Taucher jedoch nicht eingesetzt werden.

Die Einsatzkräfte des THW Pfungstadt waren während der Übung in Crumstadt eingesetzt. Hierbei wurde(n) im Kieswerk Schumann in Crumstadt 10.000 Sandsäcke gefüllt, palletiert, in Folie verpackt und zu den Einsatzstellen transportiert. Mit großem Einsatzwillen wurden die gestellten Aufgaben von allen Beteiligten während der zehnstündigen Übung erledigt.

Übungsbeobachter nahmen vor Ort das Geschehen genau unter die Lupe und notierten Positives, wie Negatives. Dies wird später in die Auswertung eingebracht. Die praktischen Erfahrungen sind von großem Wert und viele Einzelwerte tragen dazu bei, um auf das nächste große Hochwasser bestmöglich vorbereitet zu sein und um logistische Probleme zu beheben.

    Letzte Änderung am 19.11.2010 um 04:55 Uhr von Felix

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