Großeinsatz: Notstand in 25 Gemeinden nach Schneechaos
Bonn. Mit über hundert Stromerzeugern ist das Technische
Hilfswerk (THW) zurzeit in der Region um Münster im Einsatz, um
Engpässe in der Stromversorgung zu überbrücken. Die Einsatzeinheiten
aus Nordrhein- Westfalen werden dabei auf Anforderung des
nordrhein-westfälischen Innenministeriums von Kräften aus
Niedersachen und Hessen unterstützt. Einsatzschwerpunkte für die
Generatoren sind vor allem öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und
Altenheime, aber auch Wohngebäude und Bauernhöfe werden vom THW mit
Strom versorgt.
Als Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes ist es
die Aufgabe des THW auch bei großflächigen Stromausfällen schnell
Hilfe zu leisten. Für die Sicherheit im Bereich der Stromversorgung
werden im gesamten Bundesgebiet 88 Fachgruppen Elektroversorgung
vorgehalten, die mit Generatoren mit einer Leistung bis zu 200 KVA
ausgerüstet sind. Darüber hinaus verfügt jeder der 665 Ortsverbände
über kleinere Stromerzeuger, die ebenfalls bei Stromausfällen
eingesetzt werden können.
Mehr als 500 Einsatzkräfte aus den zwölf Geschäftsführerbereichen
des Landesverbands Nordrhein-Westfalen sowie etwa 100 Kräfte der THW-
Länderverbände Bremen/Niedersachsen und
Hessen/Rheinland/Pfalz/Saarland sind zurzeit in Folge des
Wintereinbruchs im Norden des bevölkerungsreichsten deutschen
Bundeslandes im Einsatz. Zurzeit konzentrieren sich die Arbeiten des
THW auf den Großraum Münster. Insbesondere in den Kreisen Borken und
Steinfurt ist die Stromversorgung der Bevölkerung stark
beeinträchtigt. Auf Anforderung des nordrhein-westfälischen
Innenministeriums wurden Einsatzeinheiten des THW und der Feuerwehr
aus Hessen zur Unterstützung der Hilfsarbeiten in die Region Münster
entsandt.
In den vergangenen Tagen unterstützten mehr als 1.000 THW
Einsatzkräfte aus über 100 Ortsverbänden die örtliche Gefahrenabwehr
in den vom Wintereinbruch betroffenen Gebieten. Das Einsatzspektrum
reichte dabei - neben der Stromversorgung - von Freischlepparbeiten
auf den Straßen sowie dem Beseitigen von Hindernissen von den
Gleisanlagen der Deutschen Bahn bis hin zur Versorgung der
Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und heißen Getränken.
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