Hurrikan Katrina: Der Einsatz im Überblick
Mit vier Pumpen und einer Gesamtleistung von 60.000 Litern pro Minute ist das THW seit heute an der städtischen Pumpenstation 19 nordöstlich des French Quarters von New Orleans im Einsatz. An der Brücke über den Lake Ponchartrain haben die Einsatzkräfte einen Teilabschnitt des Highway 11 entwässert. Zwei weitere Großpumpen à 15.000 Liter pro Minute sind mittlerweile in einem Wohngebiet des Stadtteils "Indian Beach" in Betrieb. Experten der Fachgruppe Infrastruktur reparieren östlich von New Orleans im Landkreis (Parish) St. Bernard zwei kleine Pumpwerke.
Zusammen mit dem "Service National de la Protection Civile" (SNPC) aus Luxemburg setzt das THW seine Erkundungen im Stadtgebiet von New Orleans fort, um weitere Einsatzorte festzulegen.
Einsatz und Ausstattung
Nach dem Hurrikan "Katrina", der am 29. August im Südosten der Vereingten Staaten verheerende Schäden anrichtete, ist das Technische Hilfswerk mit 89 Experten der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen und Infrastruktur im amerikanischen Bundesstaat Louisiana im Einsatz. Das THW unterstützt dort die örtlichen Behörden bei der Bekämpfung der Wassermassen. Der Einsatz erfolgt im Auftrag des Bundesinnenministeriums und auf Ersuchen des Auswärtigen Amts. Die Bundesregierung hatte den USA ein umfangreiches Hilfsangebot unterbreitet, darunter auch zahlreiche Optionen des THW.
Das THW-Einsatzteam wird von fünf Mitarbeitern der Johanniter-Unfall-Hilfe begleitet, die die medizinische Betreuung übernommen haben. Insgesamt 200 Tonnen Material und Ausstattung sind vor Ort, darunter zehn Pumpen mit einer Leistung von 15.000 Litern und fünf Pumpen mit 5.000 Litern pro Minute. Die Gesamtleistung aller eingesetzten THW-Pumpen beträgt maximal 252.000.000 Liter pro Tag. In der amerikanischen Maßeinheit sind dies 66,5 Millionen Gallonen. Experten der Fachgruppe Infrastruktur sind für die Instandhaltung der Maschinen verantwortlich. Sie können darüber hinaus auch Reparaturen an zerstörten Versorgungseinrichtungen ausführen und Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften einrichten.
Die Einsatzeinheit kann zehn Tage autark operieren. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angesetzt.
Allgemeine Lage
Weite Teile von New Orleans sind nach wie vor überschwemmt. Aufgrund der steigenden Seuchengefahr ist durch die amerikanische Regierung der Gesundheitsnotstand ausgerufen worden. Das Stadtgebiet von New Orleans ist mittlerweile fast vollständig evakuiert. Die Temperatur beträgt nachts 22°, tagsüber 33° C.
Aus dem Geschäftsführerbereich Darmstadt sind die Ortsverbände Bensheim, Darmstadt, Groß-Umstadt, Heppenheim, Lampertheim, Rüsselsheim und Viernheim mit Helfern und Material beteiligt. Vom OV Pfungstadt sind zwei SG30-Zelte mit im Einsatz.
Erstellt am 13.09.2005 um 13:58 Uhr von JohannesK
Kommentare:
Ramiro (17.01.2012 12:02 Uhr):qnFGeGLzWWLQnNx
Coletta (18.01.2012 01:59 Uhr):LPdzcsPwkiRlRQbtyX



